Macbeth im Altersheim
| Produktion Theater für Erwachsene
Eine Tragikomödie
Das Spiel beginnt mit einer ebenso überraschenden wie beängstigenden Meldung: im Park wurde eine verwahrloste Person aufgegriffen. Der Mann behauptet, der massenmordende Tyrann Macbeth zu sein. Ohne sein Dazutun sei er zur Unsterblichkeit verdammt und laufe nun seit 1000 Jahren auf dieser "Welt voller Idioten" herum. Ein DNA-Test bestätigt die Behauptung. Aber was tun mit Tyrannen, die nicht sterben können oder wollen?
Macbeth kommt in ein Altersheim. Die Pflegerin Louise, spezialisiert auf schwierige Fälle, soll sich kümmern und wird dem Patienten "Macbeth" zugeteilt. Die resolute Pflegekraft kann zunächst gegenhalten, widersteht den Manipulationsversuchen des Tyrannen, doch je mehr Zeit sie mit diesem seltsamen Menschen "Macbeth" verbringt, desto mehr gerät sie in seine Fänge, wird verstrickt in sein Dasein, sein Leben und seine Geschichte. Daran hindern auch seine zuweilen abstoßenden, vor Gewalt und Grausamkeiten strotzenden Erzählungen nichts. Ihm gelingt es, auch die schlimmste Tat in einen zwingenden Kontext von Notwendigkeit und Alternativlosigkeit zu stellen. Louise stürzt in einen Strudel, wird erfasst von den Erinnerungen und wird sogar Teil von ihnen, in personae der prophezeienden Hexe, der geliebten Gattin, des Gefährten Banco und seines Herren Duncan, der Tyrannenopfer Lady Macduff und Kinder und sogar des Widersachers Malcom.
Die Erzählungen des Tyrannen werden für Louise schließlich zur realen Gefahr, denn sie ergreifen nicht nur physisch, sondern auch mental Besitz von ihr. Einzig und allein die Anrufe ihrer Vorgesetzten, der Stationsleitung, sind für sie rettender Anker. So kann sie dem Sog des Tyrannen entfliehen und wieder zur "Vernunft" kommen ...
Text, Regie & Musik: Michael Reinhold Schmitz
Es spielen:
Holger Franke als Macbeth
Katrin Heinau als Louise
Bühnenbild/Kostüme: Jana Baumann
Technik: Sebastian Pilz
Eine Produktion des 
Das Projekt wird gefördert vom Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Treptow-Köpenick aus bezirkseigenen Mitteln der Dezentralen Kulturarbeit. 
